Wie lange sollten Sie bei einem Kinderwunsch mit der Spermienuntersuchung warten?
Wenn Sie unter 35 Jahre alt sind, können Sie ein Jahr warten, aber über 35 Jahre sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, nachdem Sie sechs Monate lang versucht haben, schwanger zu werden.
Gibt es sichtbare Anzeichen männlicher Unfruchtbarkeit?
Einige Männer werden sichtbare Anzeichen haben, aber nicht alle. Beispielsweise kann eine kleine Hodengröße mit einem hormonellen Ungleichgewicht und Unfruchtbarkeit verbunden sein. Gynäkomastie (eine Vergrößerung oder Schwellung des Brustgewebes bei Männern), Fettleibigkeit, fehlende Gesichts- oder Körperbehaarung und Kleinwuchs sind ebenfalls natürliche Anzeichen männlicher Unfruchtbarkeit.
Was sind die Gründe dafür, dass eine natürliche Empfängnis nicht möglich ist?
Störungen der Spermien: Dies geschieht, wenn die Spermien entweder eine seltsame Form haben, sich nicht richtig bewegen, eine geringe Anzahl aufweisen oder überhaupt keine Spermien enthalten. All diese unterschiedlichen Merkmale werden analysiert – Anzahl, Form und Bewegung. Die normale Spermienzahl liegt zwischen 15 Millionen und über 200 Millionen Spermien pro ml. Die Beweglichkeit der Spermien sollte über 40% T liegen.
Normale Spermien sollten nicht weniger als 4% aufweisen. Eine Abweichung in Anzahl, Form oder Bewegung kann zu Sterilität führen.
Krampfadern: Es besteht ein Zusammenhang zwischen Krampfadern und Unfruchtbarkeit. Es kann die Spermienzahl verringern, die Beweglichkeit der Spermien verringern und zu einem Anstieg der Anzahl deformierter Spermien führen.
Krampfadern können auch zu übermäßiger Hitze führen. Übermäßige Hitze schädigt die Spermien, indem sie die Temperatur der Hoden erhöht, die eigentlich etwa 2 °C kühler sein sollten als der Körper.
Retrograde Ejakulation: Dies geschieht, wenn Spermien während der Ejakulation in die Blase gelangen und nicht durch den Penis austreten, sodass sie im Wesentlichen zurück in den Körper gelangen.
Immunsterilität: Dies geschieht, wenn die Antikörper das eigene Sperma des Mannes angreifen und sich an der Oberfläche des Spermas binden. Dies kann die Beweglichkeit der Spermien beeinträchtigen.
Obstruktion: Manchmal kann es zu einer Verstopfung der Samenleiter kommen, sodass Spermien aus den Hoden den Körper während der Ejakulation nicht verlassen können. Diese Blockade kann verschiedene Ursachen haben, beispielsweise Infektionen oder eine Operation (Angiektomie).
Hormone: Ein sehr niedriger Hormonspiegel führt zu einer schlechten Spermienentwicklung. Jede Störung des Schilddrüsen-stimulierenden Hormons, des Prolaktins und der Blutzuckerhormone kann zu männlicher Unfruchtbarkeit führen. Testosteron und FSH (follikelstimulierendes Hormon, das das Wachstum und die Fortpflanzungsprozesse des Körpers reguliert) können Indikatoren für männliche Unfruchtbarkeit sein.
Chromosomen: Veränderungen der Chromosomenzahl und -struktur können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Y-Chromosom-Unfruchtbarkeit ist eine Erkrankung, die die Spermienproduktion beeinträchtigt und männliche Unfruchtbarkeit verursacht, was bedeutet, dass es für betroffene Männer schwierig oder unmöglich ist, schwanger zu werden. Jede andere Chromosomenanomalie kann sich auch auf die Spermien auswirken.
Medikamente: Einige Medikamente können die Produktion, Funktion und Qualität der Spermien verändern. Es wurde festgestellt, dass Medikamente gegen Bluthochdruck und Antidepressiva für erektile Dysfunktion verantwortlich sind. Eine Chemotherapie kann die Spermienproduktion vollständig beeinträchtigen.
Können Sie mit den oben genannten Problemen umgehen?
Störungen der Spermien sollten gründlich untersucht und die Behandlung entsprechend geplant werden. Ein chirurgischer Eingriff oder eine hormonelle Unterstützung sind häufig verwendete Methoden zur Behandlung männlicher Unfruchtbarkeit.
Fälle männlicher Unfruchtbarkeit werden mittels intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (Injektion von Spermien in die Eizelle unter dem Mikroskop) behandelt, was auch in schweren Fällen zu guten Schwangerschaftsraten führt.
*Der Inhalt dieses Blogs ist nicht als Ersatz für professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung gedacht. Lassen Sie sich bei Fragen zu Erkrankungen immer von qualifizierten Gesundheitsdienstleistern beraten.






























